Unsere Aktivitäten

Im Folgenden ein kleiner Auszug unserer Aktivitäten:

Seit 1973 finden die Heusenstammer Jugendwaldspiele statt. 

Damals ins Leben gerufen wurde diese inzwischen offiziell anerkannte schulische Veranstaltung, von den Ortsgruppen der SDW und der Waldjugend in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der ARS. Später stieß auch das ARG hinzu. Mit kurzem Halt an den von Lehrkräften, Mitgliedern der SDW, der Waldjugend, Hessen Forst und der Freiwilligen Feuerwehr Hstm. besetzten Stationen, werden die Schülerinnen und Schüler aller sechsten Klassen der Heusenstammer Schulen, gruppenweise einen Schul-Tag lang auf einem etwa 3 Kilometer langem Parcours durch Wald und Flur geführt. Hier wird nicht nur Naturwissen erfragt bzw. vermittelt, sondern auch auf Fragen der Kinder eingegangen. Leicht verständlich wird auch die Aufgabe des Waldes und dessen notwendiger Schutz erklärt. Ein Großteil der in unserer Region lebenden Wildtiere wird als Präparat oder auf Schautafeln dargestellt, deren Lebensraum näher gebracht, aber auch die durch den fortschreitenden Klimawandel entstehenden Probleme wie Hitze, Trockenheit, Schädlingsbefall, Waldsterben usw. diskutiert. Besagte Spiele erfreuten sich übrigens von Anfang an großer Beliebtheit bei allen teilnehmenden Schülerinnen, Schülern, aber auch bei den Lehrkräften und freiwilligen Helfern.

Bekämpfung der Kastanien-Miniermotte im Rahmen einer bundesweit stattfindenden Aktion.

Im Jahr 2007 begannen wir damit, gemeinsam mit etlichen Helferinnen und Helfern, jeweils im Herbst das abgefallene Laub der weiß blühenden Kastanienbäume in Papier-Säcken zu sammeln. Um nun wirkungsvoll das weitere Ausbreiten der Miniermotte zu bekämpfen, wurden die gefüllten Laubsäcke anschließend im MHKW der EVO fachgerecht entsorgt.

Amphibienschutz in der Gemarkung / Anlegen eines Amphibien-Lehrteiches im Bereich der „Geiswiese“.

Durch Straßenbau und Zersiedelung der Landschaft, insbesondere der Feuchtgebiete, werden leider oft die Überwinterungs- von den Laichgebieten der Amphibien abgetrennt. Beim Laichzug wird das Überqueren von Straßen notwendig und leider auch, nicht nur für Amphibien, zur Lebensgefahr. Daher begannen wir vor vielen Jahren damit alternative und auch sicher erreichbare Laichgewässer zu schaffen und zu pflegen.

Das inzwischen erfolgte Anlegen eines Amphibien-Lehrteiches im Nahbereich der nördlichen „Geiswiese“ wird zum weiteren Projekt der naturkundlichen Kinder- und Jugendlichenbildung. Dieses Projekt konnte mit finanzieller Unterstützung des Kreises Offenbach (UNB) im Januar 2012 abgeschlossen werden. Hier kann man nun von Ort alles über Laichwanderung, Aufwuchs und das Lebensumfeld der Amphibien erkunden.

Im Rahmen der Biotopvernetzung wurden zahlreiche so genannte Trittsteine auf Heusenstammer Gemarkung geschaffen.

Angelegt wurden Feldholz-Inseln, die wir mit Vogelschutz-Gehölzen und standortgerechten Bäumen bepflanzten. Bereits vorhandene Feuchtgebiete und Wasserstellen wurden freigelegt. Gesammelt und zusammengetragen haben wir auch in landwirtschaftlich genutzten Flächen befindliche Steine – die Bauern haben sich übrigens sehr darüber gefreut – die wir dann als Schlangen-, Echsen- und Amphibienunterkünfte am Rande von Feuchtgebieten naturgerecht, teilweise als Trocken-Steinmauer, aufgeschichtet haben.

Großflächige Aufforstungen nach schweren Stürmen und anhaltender Trockenheit, infolge des Klimawandels.

Bereits im Frühjahr 1991 begannen wir mit umfangreichen Aufforstungen der Windwurfflächen im Heusenstammer Wald. Vorrangig haben wir uns dabei auf die Waldrand-Bepflanzung mit niedrig wachsenden Sträuchern und Hecken konzentriert. Damit wollen wir, zum Schutz vor weiteren Sturmschäden, einen so genannten Spoilereffekt, also eine Starkwind-Ableitung erreichen. Diese Maßnahme hat sich inzwischen bestens bewährt.

Anlässlich unseres 30-jährigen Jubiläums wurden 1991, unter reger Beteiligung der Heusenstammer Vereine, sieben große Feldholz-Inseln in der Gemarkung angelegt.

Insgesamt wurden an zwei Tagen 10.000 einheimische Vogelschutz-Gehölze gepflanzt. Diese werden von uns bis heute betreut und gepflegt. Finanziert wurde die Maßnahme übrigens ausschließlich durch Spenden unserer Mitglieder, Heusenstammer Bürgerinnen und Bürgern sowie ortsansässige Unternehmen.

Bereits im Vorfeld der Renaturierung des Bieberbaches wurden von uns in dessen Uferbereich, umfangreiche Vogelschutz-Gehölze und standortgerechte Bäume gepflanzt.

Diese dienen Vögeln und anderen Wildtieren als Schutz, Nistmöglichkeit und Nahrungsquelle. Mit den von uns im Uferbereich gepflanzten Erlen und Weiden möchten wir ebenso einen Böschungsschutz erreichen. Für einen etwa 800 Meter langen Abschnitt des Baches sowie des angrenzenden Auwaldes (ehem. Schlosspark) übernahmen wir die Patenschaft.

Sammeln und Ausbringen des Samens besonders erhaltenswerter Eichen.

Im etwas abseits gelegenen Klosterwald, befindet sich eine recht stattliche Anzahl besonders alter, gesunder und sehr widerstandsfähiger Stieleichen. Unser Ziel war es, dort ausreichende Mengen an Eicheln zu sammeln um diese in einem vom Forst festgelegten Gebiet wieder auszubringen. Unter dem Motto „Kinder sammeln, Kinder säen“ nahmen daran etliche Grundschulkinder gemeinsam mit ihren Eltern teil.

Reinigen und Betreuen der Nistkästen im Stadtwald / Bekämpfung des Eichen-Prozessionsspinners.

Seit 1965 wurden von uns bis heute insgesamt ca. 700 Nistkästen in Heusenstammer Gemarkung angebracht und auch betreut. Durch Stürme, Hagelschlag, Trockenheit und Fällarbeiten aber auch durch mutwillige Zerstörung und Diebstahl, ist leider ein Großteil dieser Nisthilfen beschädigt worden bzw. in Verlust geraten. Dank großzügiger finanzieller und materieller Unterstützung konnten wir einen Großteil dieser Nisthilfen wieder ersetzen. Mit der bereits erwähnten Patenschaft für den ehemaligen Schlosspark, den wir ebenfalls seit etlichen Jahren betreuen, gingen wir einen weiteren Schritt in Richtung Erhalt und Pflege eines naturgerechten Auwaldes.

Um auf natürliche Weise den Eichen-Prozessionsspinner gezielt zu bekämpfen, haben wir im Nahbereich der zahlreich vorhandenen Stieleichen des Heusenstammer Forstes, Meisen-Nistkästen angebracht. Da die Meise große Mengen der Raupe des EPS verzehrt und auch an ihren Nachwuchs verfüttert, entwickelte sich dies als eine äußerst erfolgreiche Maßnahme. Diese natürliche Art der Schädlingsbekämpfung, weiteten wir auch auf die Außenbereiche des Schwimmbades, der Schulen und Kindertagesstätten sowie des Altenwohnheimes aus.

Pflege und Betreuung der Naturschutzgebiete sowie der Streuobst-Wiesen / Ansiedlung des Steinkauzes.

Dazu gehören u. a. die regelmäßige Mahd nach der Brut- und Setzzeit, Müllsammlungen, Neupflanzung alter Obstsorten, Nachpflanzung in bereits bestehenden Obstbaumbeständen, Obsternte, Pflege und naturschutzgerechter Rückschnitt der Bäume, Freischnitt der Zäune, die Pflege des Magerrasens usw. Wildbeobachtungen sowie Kontrollgänge, u. a. während unserer Gruppenstunden, werden hier mehrmals jährlich, der Rückschnitt der Obstbäume nur bei Bedarf durchgeführt. Mit Erfolg sorgen wir dafür, dass die Naturschutzgebiete wie auch die Streuobst-Wiesen nicht verwildern und uns noch lange erhalten bleiben.

Am Waldrand bei Patershausen, ist die Ansiedlung des inzwischen sehr selten gewordenen Steinkauzes eines unserer Naturschutz-Projekte. Das Anbringen von zunächst drei Brutröhren im Randbereich des Waldgebietes „Langer Wald“ wurde Ende 2009 durchgeführt. Maßnahmen, wie Pflanzung von Kopfweiden im Uferbereich des Bieberbaches, wurden im Herbst 2011 durchgeführt. Nach der Renaturierung des Bieberbaches, folgten weitere Pflanzungen.